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Jugend zeigt starke Leistungen auf Islandpferden

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Die Lotto-Sport-Stiftung unterstützte im September die Deutschen Jugend-Islandpferdemeisterschaften (DJIM) in Hatten bei Oldenburg. Coronabedingt stieg das Turnier unter ungewohnten Voraussetzungen.

Eine lange Zeit der Unklarheit, Unsicherheit und der Bedenken ging der diesjährigen Deutschen Jugend-Islandpferdemeisterschaft (DJIM) voraus. Erst zu einem anderen Zeitpunkt geplant, war der Wettbewerb wegen Corona nicht wie vorgesehen möglich. Fast sah es so aus, als würde 2020 als das erste Jahr ohne DJIM seit 1978 in die IPZV-Geschichte eingehen. Dem IPRV Sandkrug und Susanne Brengelmann auf Gut Sandheide ist es zu verdanken, dass die Meisterschaft im September doch noch stattfand.

Nachdem noch in aller Eile einige Qualifikationstage und Cyberwettbewerbe genutzt worden waren, um fehlende Qualifikationen zu erreiten, kamen zahlreiche Reiter und Pferde corona-gemäß mit wenigen Begleitpersonen nach Niedersachsen. Zuschauer und Teilnehmer verhielten sich sehr diszipliniert, und die Teilnehmer der Landesverbände waren nicht mehr nur an ihrer einheitlichen Kleidung, sondern auch an den dazu passenden, mit Landeslogo versehenen Mund-Nasen-Schutzmasken zu erkennen.

Auch dass viele Attraktionen – die Abendveranstaltungen und der beliebte Länderabend – kurzfristig den Vorschriften der zuständigen Ordnungsbehörde weichen mussten, trübte die Stimmung nicht. Bei allen Teilnehmern stand der Sportgedanke im Vordergrund. Reiter, Trainer, Organisatoren und alle Beteiligten genossen DJIM-würdige und buchstäblich meisterhafte Glanzritte auf den verschiedenen Turnierplätzen.

Die vierfache Deutsche Meisterin der Juniorenklasse: Brynja Sophie Arnason, hier mit ihrem Eldur frá Köldukinn, mit dem sie souverän die Siege in der T1 und V1 erritt.

Hohe Noten für starke Darbietungen

In diesem Jahr waren viele neue Pferd-Reiter-Kombinationen am Start, darunter sowohl einige Nachwuchspferde wie auch viele bekannte und turniererfahrene Pferde, die von ihren neuen und jungen Reitern vorgestellt wurden. Schön zu sehen: Auf allen Schauplätzen und in allen Altersklassen waren starke Leistungen und hoch benotete Darbietungen zu sehen. Ein paar Beispiele:

  • In der Dressur zeigte Ann-Sophie Gebhard gewohnt harmonische und feine Ritte auf hohem Ausbildungsniveau und gewann die Gehorsam Kür mit einer Punktzahl von 7,41.
  • In den Passdisziplinen waren besonders bei den Junioren bemerkenswert viele gute Leistungen und hochbenotete und schnelle Ritte zu sehen. Hier erritt Franziska Kraft gleich mehrere Meistertitel.
  • Auf diesem Turnier kam man auch an einem anderen Namen nicht vorbei: Brynja Sophie Arnason. Mit einer fabelhaften Mischung aus reiterlichem Können, Souveränität, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen schaffte sie es, gleich in allen vier sehr stark besetzten Preisprüfungen auf dem obersten Treppchen zu landen. Mit Skuggi frá Hofi I erritt sie sich die Meisterschärpen in T2 und F1, und mit Eldur frá Köldukinn holte sie sich die Siege in V1 und T1 – und all dies mit Punktzahlen, mit denen sie den Erwachsenen ordentlich Konkurrenz machen könnte.
  • Bemerkenswerterweise wies Lara Fedorov in der Jugendklasse eine ähnliche Reihe an Erfolgen mit ebenfalls vier Meistertiteln auf (F1, P2, P3, T2).
  • Souveräne und tolle Leistungen gab es in diesem Jahr auch in den Geschicklichkeitsprüfungen der verschiedenen Altersklassen zu sehen, wo beispielsweise die jugendliche Reiterin Lisa Sophie Ortuno Stühring mit 7,0 Punkten den Sieg erritt.

F1

Brynja Sophie Arnason – Skuggi frá Hofi I

V1

Brynja Sophie Arnason – Eldur frá Köldukinn

T1

Brynja Sophie Arnason – Eldur frá Köldukinn

T2

Brynja Sophie Arnason – Skuggi frá Hofi I

P1

Franziska Kraft – Leikrun von Hof Osterkamp

P2

Franziska Kraft – Leikrun von Hof Osterkamp

P3

Charlotte Becker – Harpa frá Ljósalandi

PP1

Nina Kesenheimer – Krummi vom Pekenberg

D1

Ann-Sophie Gebhard – Sinvinur vom Altenbruch

D2

Ann-Sophie Gebhard – Sinvinur vom Altenbruch

CR2

Catharina Bünker – Tjaldur von Wesel

C4 (Viergangkombination)

Ann-Sophie Gebhard – Sinvinur vom Altenbruch

C5 (Fünfgangkombination)

Franziska Kraft – Leikrun von Hof Osterkamp

PK (Passkombination)

Franziska Kraft – Leikrun von Hof Osterkamp

VI (Vielseitigkeitskombination)

Catharina Bünker – Tjaldur von Wesel

F1

Lara Fedorov – Silfurtoppur frá Tungu

V1

Jule Fülles – Aria frá Árbæjarhjáleigu II

T1

Daniel Rechten – Sólfari frá Fjórum

T2

Lara Fedorov – Silfurtoppur frá Tungu

P2

Lara Fedorov – Magni frá Snjallsteinshöfða 1

P3

Rico-Marvin Wieben – Djarfur vom Lækurhof

PP1

Emely Metting – Brimill frá Innri-Fagradal

D1

Lilith Siegel - Krummi

D2

Laurena Rudolph – Húni frá Ásbjarnarstöðum

CR2

Lilith Siegel - Krummi

C4 (Viergangkombination)

Rosalie Heller – Dynjandi frá Íbishóli

C5 (Fünfgangkombination)

Rico-Marvin Wieben – Djarfur vom Lækurhof

PK (Passkombination)

Lilith Ciara von Palubicki – Enja vom Wotanshof

VI (Vielseitigkeitskombination)

Lilith Siegel - Krummi

Die Geländeprüfung war in diesem Jahr mal wieder dem Niveau einer Deutschen Jugendmeisterschaft entsprechend etwas anspruchsvoller gestaltet. Obwohl die Sieger der verschiedenen Altersklassen sehr gute Leistungen zeigten, kamen insgesamt leider nur wenige Reiter bis ans Ziel.

Auch wenn der Aspekt des „Fests der Jugend“ durch gestrichene Rahmenprogrammpunkte nicht den gewohnten Raum einnahm, waren sich zum Abschluss der DJIM 2020 alle einig, dass gerade unter den erschwerten Corona-Bedingungen mit viel Mühe, Arbeit und Liebe zum Detail eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt worden war, auf der sich alle wohlfühlten. Die jungen Reiter erlebten so in diesem besonderen Reiterjahr ein Stück Normalität, da sie fast eine Woche mit ihren Freunden aus dem ganzen Land und ihren Pferden verbrachten.

Titelbild: Lara Fedorov, die vierfache Deutsche Jugendmeisterin, mit ihrem Silfurtoppur frá Tungu.

Fotos: Krijn Buijtealaar & Babs Dickmann, www.krijn.de


Wahl von neuen Jugendreitervertretern

Traditionsgemäß wählte die Jugendreiterversammlung während der DJIM einen neuen Vertreter und Stellvertreter für die Jugend. Die meisten Stimmen bekam Björn Hafner, seine zukünftige Stellvertreterin ist Elena Walter. Der ehemalige Jugendreitervertreter Christian Simmer bekam den Elisabeth-Berger-Ehrenpreis für sein bemerkenswertes Engagement: Über viele Jahre hatte er außerordentliches Bemühen und großen Einsatz in seiner Rolle als Jugendreitervertreter bewiesen und war stets als Ansprechpartner und Schnittstelle zwischen der Jugend, dem Kader Junger Reiter und dem Jugendausschuss.